FAQ - Häufig gestellte Fragen

Muss ich einen sehr guten Schnitt haben, um einen Platz zu bekommen?

Jein. Der Eingangsstest, dessen Bestehen Vorraussetzung zur Platzvergabe ist, wird mit der Abiturdurchschnittsnote verrechnet. Der Gesamtscore bestimmt die Rangordnung und den 45 besten Rängen wird ein Studienplatz angeboten. Dabei ist der Eingangstest mit 40% und die Abiturdurchschnittsnote mit 60% gewichtet. Aufgrund dieser Gewichtung können diejenigen mit besonders gutem Eingangstest ihre Ranghöhe signifikant verbessern. Dies soll gewährleisten, dass nicht nur diejenigen mit einem sehr guten Abiturschnitt, der unter Umständen durch sprachenbasierte/musisch-künstlerische Profilwahl ermöglicht wurde, ungefiltert angenommen, sondern auch diejenigen, die zwar etwas schlechter, aber dafür in naturwissenschaftlichen Fächern ihre Spitzen aufweisen, berücksichtigt werden. Das Studium wird nämlich hauptsächlich aus letzterem bestehen und fordert dementsprechend eine stärkere Auseinandersetzung mit der Physik, Chemie und Mathematik. Werden Plätze nicht angenommen, wird dem in der Rangordnung nächsten eine Zulassung vermittelt, sodass auch Plätze im Nachrückverfahren angenommen werden können.

 

Gibt es ein verpflichtendes Auslandssemester oder kann ich für ein Semester im Ausland studieren?

Zur ersten Teilfrage: Nein.

Zur zweiten Teilfrage: Jein.

Die Module, die du im Ausland absolvierst, werden dir hier lediglich als Wahlcredits angerechnet. Wenn du ein Auslandssemester machst, gilt es als Urlaubssemester und du „verlierst“ ein ganzes Jahr, da alle Module nur in den jeweiligen Sommer- und Wintersemestern angeboten werden. Sprich: wenn du im fünften Semester ein Urlaubssemester nimmst und ins Ausland gehst, so musst du die Module des fünften Semesters in nächstem Jahr nachholen, zur Bearbeitung deiner Bachelorarbeit brauchst du mindestens 135 Credits, die du Ende des vierten Semesters noch nicht erreicht hast, und kannst im sechsten Semester deine Bachelorarbeit nicht schreiben und musst sie auch ein Jahr nach hinten verlagern. Jedoch gibt es drei Plätze im Ausland, an denen du deine Bachelorarbeit schreiben kannst. Zwei in Dublin (Irland) am Trinity College und eine in Stockholm (Schweden) an der Karolinska-Universität. Diese Plätze werden nach der derzeitigen Bestnote zum Zeitpunkt der Bewerbung im viertem Semester vergeben und sind aufgrund der Jahrgangsgröße von ca. 35-45 Studierenden umkämpft.

 

Ich möchte eigentlich Humanmedizin studieren, habe aber nicht so einen guten Schnitt. Kann ich Molmed als Sprungbrett nutzen, um mich ins höhere Fachsemester der Humanmedizin bewerben zu können?

Nein. Da das sehr viele glauben und sich nicht richtig informiert haben, fangen viele mit Molmed an und brechen es in den ersten beiden Semestern ab, ohne sich dabei in ein höheres Fachsemester Humanmedizin einschreiben zu können. Der Grund ist simpel. Module, die man als Sprungbett dafür hätte nutzen können (Biochemie, Physiologie) wurden absichtlich so modifiziert, dass sie nicht gleichwertig sind zu den beiden großen Scheinen, die man benötigt, um einen Studienplatz in Humanmedizin zu erhalten. Man könnte sich lediglich den Chemie- und den Physikschein anrechnen lassen können, wofür man jedoch die sich über zwei Semester erstreckenden Module Experimentalphysik I (Vorlesung und Praktikum), Experimentalchemie I (Anorganische Chemie I+II, Vorlesung und Praktikum) und Experimentalchemie II (Organische Chemie, Vorlesung und Praktikum) absolvieren müsste, für die man jedoch nur die kleinen Scheine bekommt, die für einen Wechsel nicht ausreichen. Den Chemie- und Physikschein macht man in der Humanmedizin mit einem weitaus geringerem Aufwand in nur einem Semester.

Plätze, die nach einem Abbruch frei bleiben, können für Interessenten, die in der Rangliste der Bewerbung um einen Molmed-Platz nur einige Ränge tiefer waren, nicht vergeben werden, was letztendlich bedeutet, dass diese Plätze „verschwendet“ werden.

Damit wollen wir hier nochmal ausdrücklich davon abraten, den Studienplatz für Molmed anzunehmen, wenn vornerein und letztendlich ein Studium der Humanmedizin geplant ist, ohne einen Abschluss in Molmed anzustreben.

 

Ich habe gehört, dass man für den Bachelorstudiengang Englischkenntnisse braucht. Muss ich einen TOEFL-Test oder ähnliches haben, um mich bewerben zu können?

Nein, für die Bewerbung selbst ist kein Englischnachweis erforderlich. Der Nachweis muss erst während des Bachelorstudiums erbracht werden. Es braucht aber nicht unbedingt ein TOEFL-Zertifikat zu sein, Alternativen wie ein Sprachkurs an der Uni oder ein längerer Auslandsaufenthalt werden ebenfalls anerkannt. Die Uni bietet auch einen Englischkurs speziell für Molekularmediziner mit an. Grundlagen der englischen Sprache werden jedoch vorausgesetzt, da alle wissenschaftlichen Veröffentlichungen und später auch die Vorlesungen auf Englisch sind.

 

Ich komme aus dem Ausland und habe Interesse an dem Bachelorprogramm Molmed. Wird dieser auch in englischer Sprache angeboten?

Leider nein. Der Bachelor ist auf deutscher Sprache und ausländische Interessenten ohne deutsche Hochschulreife müssen einen Deutschnachweis mitliefern. Wenden Sie sich hierzu an den Studienkoordinator Herrn Dr. forest. Erik Meskauskas.

Der Master und das PhD-Programm werden hingegen ausschließlich auf englischer Sprache angeboten, für die ein Englischnachweis erforderlich ist (siehe oben).

 

Welche Vorkenntnisse brauche ich?

Das Studium fokussiert sich vor allem auf naturwissenschaftliche und vorklinische Fächer, sodass Kenntnisse oder Begeisterung für die Fächer Chemie, Physik, Mathematik und Biologie mitgebracht werden sollte, da man sich – speziell im ersten und zweiten Semester – fast ausschließlich damit befassen wird. Es werden explizit keine Vorkenntnisse eingefordert, da in allen Fächern/Modulen ein Einstieg stattfindet und man mit Fleiß zügig mitkommt. Jedoch sollte man sich nicht täuschen: Wer eher eine Leidenschaft für Literatur, Politik oder Sprachen und Abscheu vor Physik, Chemie oder Biologie hat, wird es im Studium etwas schwieriger haben.

 

Wie weit muss ich studieren? Reicht ein Bachelor- bzw. Masterabschluss aus, um einen Job zu tätigen?

Wie in vielen anderen Studiengängen auch, ist der Bachelorabschluss meist nicht ausreichend für gute Jobaussichten. Da der Bachelor lediglich Grundlagen in der Arbeit im molekularmedizinischem Labor legt, kann man bedingt als medinzinsch-technischer Assistent/in arbeiten. Der eigentliche Karriereweg beläuft sich meist bis auf den Doktor, bei dem man nach dessen Abschluss als Post-Doc eine Arbeitsgruppe leiten kann. Dies kann einen Zeitaufwand von mindestens 8 Jahren (3 Jahre Bachelor, 2 Jahre Master (1.5 bei Fast-track), 3-5 Jahre Doktor) einnehmen.

 

Wie sehen die Jobaussichen aus?

Da es sich um einen relativ jungen Studiengang handelt, können wir keine genauen Prognosen für die spätere Entwicklung geben.

Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Akzeptanz des Studiengangs sehr hoch ist und in dem stetig wachsenden Feld der medizinischen Forschung verstärkt nach Kräften gesucht wird, die diese Kombination von Naturwissenschaften und Medizin mit sich bringen.

 

Für weitere Fragen an Studierende der Molekularen Medizin, siehe die Facebook-Gruppe:
Molekulare Medizin Göttingen Infogruppe Ersties / Bewerber

 

Für explizite Fragen an die Studienkoordinatoren:

Für adminstrative Fragen

Dr. forest. Erik Meskauskas

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Für modul- und inhaltsbezogene Fragen:

PD Dr. rer. nat. Werner Albig

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